Deutscher Name: Andorn
Synonyme: Gewöhnlicher Andorn, Weißer Andorn, Andornkraut, Berghopfen
Botanischer Name: Marrubium vulgare
Gattung: Andorn
Familie: Lippenblütler
Eine wertvolle Pflanze zur Förderung der Vielfalt – besonders in trockenen Regionen oder Gartenpartien.
Höhe: ca. 30–80 cm
Blütezeit: Juni bis September
Blüte: weiß, klein, zweilippig; in dichten, kugeligen Scheinquirlen in den Blattachseln angeordnet
Frucht/Samen: Klausenfrucht mit vier kleinen Teilfrüchten (Klausen)
Reifezeit: August bis Oktober
Blatt: graugrün, filzig behaart, runzelig, rundlich bis eiförmig, gekerbt
Wuchs/Gestalt: aufrecht, buschig verzweigt, kantige Stängel, insgesamt graufilzig wirkend
Wurzel: kräftige Pfahlwurzel; nicht kriechend, keine Ausläufer
Lebenszyklus: mehrjährig
Natürliche Ausbreitung durch Samen, Selbstaussaat, Lichtkeimer
trockene, sonnige, nährstoffarme Standorte
- Wegränder
- Schuttplätze
- Trockenrasen
- Ruderalflächen
Natürliches Vorkommen: ursprünglich in trockenen Offenlandschaften und an „gestörten“ Standorten
Natürliches Verbreitungsgebiet: Mittelmeerraum, Westasien, Nordafrika
Heute in vielen gemäßigten Zonen weltweit verbreitet. Die Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch als alteingebürgerte bzw. archäophytische Art.
Einige mitteleuropäische Länder, in denen der Andorn vorkommt:
- Österreich
- Deutschland
- Schweiz
- Tschechien
- Ungarn
Naturgarten, Kräutergarten, Sandarium, Trockenmauern, Steingarten, Steppenbeet, Wildstaudenpflanzung trocken-heißer Standorte
- sonniger, trockener Standort
- durchlässiger, eher magerer Boden
- nicht düngen
- Rückschnitt fördert buschigen Wuchs
- sehr trockenheitsverträglich
TOP-Insektenpflanze | bietet reichlich Nektar und Pollen für verschiedenste Insektenarten | wichtige Pflanze speziell für trockene, artenreiche Lebensräume
Für Wildbienen und Hummeln eine hervorragende Nektarquelle, auch für spezialisierte Arten!
Bisher wurden bereits 30 Wildbienenarten inklusive Hummeln nachgewiesen
z.B: Schneckenhausbiene, Pelzbiene, Gartenwollbiene, Kleine Holzbiene, Östliche Pelzbiene, Dünen-Steppenbiene, Blauschwarze Holzbiene
Natürlich auch für die Honigbiene eine gute Nektarquelle. Für Schmetterlinge vor allem als Nektarpflanze interessant. Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Distelfalter etc. besuchen die Blüten zur Nektaraufnahme Auch Schwebfliegen, Käfer und verschiedene Fliegenarten lasse sich gerne nieder. Die Samen werden gelegentlich von Finkenarten genutzt.
Bitteres Würzkraut | traditionell für Liköre, Tees und Kräuterzubereitungen
Drei bekannte Rezepturen:
- Andorntee aus getrockneten Blättern
- Andornsirup (mit Zucker und Wasser eingekocht)
- Andorn-Hustenbonbons (mit Honig und Zucker)
Traditionelles Heilkraut bei Husten und Verdauungsbeschwerden.
Relevante Inhaltsstoffe:
- Bitterstoffe (v.a. Marrubiin)
- Gerbstoffe
- ätherische Öle
- Flavonoide
Bereits in der Antike als Heilpflanze geschätzt. Galt im Mittelalter als wichtiges Klosterkraut. Der intensive Bittergeschmack machte ihn früher zu einem beliebten Bestandteil von Kräuterbieren.
Quellenangabe: Wikipedia; galasearch; naturadb; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
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