deutscher Name: Wiesen-Schaumkraut
Synonyme: Wiesenschaumkraut, Wiesen-Kresse, „Kuckucksblume“
Botanischer Name: Cardamine pratensis
Gattung: Schaumkräuter
Familie: Kreuzblütler
Höhe: ca. 10–40 cm
Blütezeit: April–Juni
Die Blütezeit fällt häufig mit dem ersten Ruf des Kuckucks zusammen – daher stammt der alte Volksname „Kuckucksblume“.
Blüte: zart rosa bis blassviolette (seltener weiß) vierzählige Kreuzblüten; in lockeren, traubigen Blütenständen an schlanken Stängeln
Frucht/Samen: schmale, längliche Schoten (Schötchen), die bei Reife aufspringen und die Samen herausschleudern – Ausbreitung
Reifezeit: Mai–Juli
Blatt: grundständig rosettig mit unpaarig gefiederten Blättern; rundliche bis eiförmige Fiederblättchen; Stängelblätter schmaler und weniger zahlreich
Wuchs/Gestalt: aufrechte, zarte Staude; meist locker horstig wachsend; bildet oft größere Bestände in frühjahrsfeuchten Wiesen
Wurzel: Pfahlwurzel mit kurzen Seitenwurzeln; nicht stark kriechend, kann sich so im kleinen Radius auch etwas ausbreiten, was immer erwünscht ist
Lebenszyklus: mehrjährig
Lebensraum, Standort: feuchte bis frische, nährstoffreiche, auch sehr lehmige Wiesen; Bachufer, Gräben, Feuchtwiesen, lichte Auen; sonnig bis halbschattig
Natürliches Vorkommen: Feucht- und Fettwiesen, Gewässerränder, Auenlandschaften
Natürliches
Verbreitungsgebiet: Europa, Westasien, Teile Nordafrikas; in vielen gemäßigten Regionen verbreitet
Einige mitteleuropäische Länder, in denen die Pflanze heimisch ist: Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Polen
Natürliche Ausbreitung: hauptsächlich durch Samen mit Schleudermechanismus der reifen Schoten; zusätzlich durch Selbstaussaat und teilweise Brutknospen
Die Samen sind Lichtkeimer und benötigen keinen Kältereiz
naturnahe Feucht- oder feuchte Fettwiesenpflanzungen, Bach- und Teichränder, extensiv gepflegte Wiesen, Wildstaudenbeete mit frischem Boden, Unterpflanzung lichter Gehölze bei ausreichend Bodenfeuchtigkeit – vor allem im Frühjahr
Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi), Wiesen-Knöterich (Bistorta officinalis), Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris), Gelbe Wiesenraute, Gilbweiderich, Wasserdost
TOP SCHMETTERLINGS- und BIENENPFLANZE
wichtige frühe Nektar- und Pollenpflanze für zahlreiche Insekten; Nahrungsquelle für Bienen, Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge; Raupenfutterpflanze mehrerer auch prächtiger Falterarten
Bisher wurden etwa 45 Wildbienenarten am Wiesenschaumkraut beobachtet
einige Wildbienenarten: Steinkraut-Sandbiene, Weißbindige Zwergsandbiene, Senf-Blauschillerbiene
einige Hummelarten: Ackerhummel, Steinhummel, Wiesenhummel
Für Honigbienen eine frühe Nektar- und Pollenquelle
Auch als Nektarpflanze für Schmetterlinge wie mehrere Weißlings- und Tagfalterarten genutzt
Eine wichtige Raupenfutterpflanze des wunderbaren Aurorafalters. Weitere Arten sind der Grünader-Weißling und der Großer Kohlweißling
Andere Insektengruppen wie Schwebfliegenarten (z. B. Mistbiene), verschiedene Blattkäfer, kleine Wespenarten; insgesamt mehrere Schwebfliegen- und Käferarten nutzen die Pflanze
Sogar Vogelarten wie Stieglitz oder Grünfink holen sich gelegentlich Samen
junge Blätter, Knospen und Blüten mit kresse- bis senfartigem Geschmack essbar; Verwendung als würzige Wildpflanze im Frühjahr!
Einfache Rezeptideen:
Wildkräutersalat mit jungen Schaumkrautblättern
Kräutertopfen, -quark mit Schaumkrautblüten und -blättern
Frühlingspesto aus Schaumkraut, Nüssen und Öl
traditionell als vitaminreiche Frühjahrspflanze und mildes Heil- und Stärkungsmittel
gesundheitsrelevante Inhaltsstoffe: Senfölglykoside, Vitamin C, Bitterstoffe
Quellenangabe: Wikipedia; naturaDB; GalaSearch; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen; ergänzend Naturgarten-Samen und Wildpflanzen-Fachseiten
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
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