Deutscher Name: Wechselblättriges Milzkraut
Synonyme: Wechselblättriges Goldsternmoos
Botanischer Name: Chrysosplenium alternifolium
Gattung: Milzkräuter
Familie: Steinbrechgewächse
Höhe: ca. 5–15 cm
Blütezeit: März bis Mai
Blüte: gelbgrün, sehr klein, ohne Kronblätter, von auffällig gelblichen Hochblättern umgeben
Frucht/Samen: kleine Kapsel mit zahlreichen feinen Samen
Reifezeit: Mai bis Juni
Blatt: rundlich bis nierenförmig, weich, hellgrün, wechselständig am Stängel, grundständig oft größer
Wuchs/Gestalt: niedrige, teppichbildende, lockere Bestände mit aufrechten Blütenstängeln
Wurzel: flachwurzelnd, mit kriechenden Ausläufern, bildet dichte Matten
Lebenszyklus: mehrjährig Natürliche Ausbreitung durch Samen und durch kriechende Ausläufer Lichtkeimer, Kälte fördert Keimung
Lebensraum, Standort: feuchte bis nasse, schattige Standorte wie Quellbereiche, Bachufer, feuchte Wälder
Natürliches Vorkommen: naturnahe Wälder, Auen, Quellfluren
Natürliches
Verbreitungsgebiet: Europa bis Westasien
in Mitteleuropa heimisch, beispielsweise in: Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei
Schattige Feuchtbeete, Bachränder, naturnahe Waldgärten, Unterpflanzung von Gehölzen
Dauerhaft feucht halten, schattiger Standort, humoser Boden, keine Trockenheit, ideal an Bach- und Wasserläufen oder im feuchten Schattenbeet.
Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa), Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)
Frühe Nahrungsquelle für kleine Insekten in feuchten Lebensräumen. Eine wenig beachtete aber interessante Strukturpflanze für Mikrohabitate. Insektengruppen wie kleine Fliegen, Käfer und andere Feuchtbiotop-Insekten nutzen sowohl die Blüten als auch krautige Teile (für Wildbienen und Hummeln hat die Pflanze keine Relevanz).
Zwar selten genutzt und wenig bekannt aber durchaus essbar Beispiele einfacher kulinarischer Verwendungsmöglichkeiten:
- Wildkräutersalat mit jungen Blättern Kräuterquark mit fein gehacktem Milzkraut
- Frühlingssuppe mit gemischten Wildkräutern inklusive Milzkraut (z.B. mit Brennnessel, Bärlauch, Vogelmiere)
Die Pflanzen hebt milde aber teils auch recht bittere Blätter. Speziell bei trockener Lage werden sie gerne bitter.
Passen fein gehackt gut zusammen mit anderen Kräutern in Teigtaschen, Hackkräutermischung, zu Kräuterkartoffeln aber auch als Trockengewürz einen Versuch wert
Traditionell früher selten volksheilkundlich genutzt, heute kaum gebräuchlich. Allerdings sind gesundheitsrelevante Inhaltsstoffe vorhanden:
- Bitterstoffe
- Gerbstoffe
- geringe Mengen Flavonoide
Insofern wäre eine neuerliche Bewertung durchaus interessant.
Der Name „Milzkraut“ stammt aus der historischen Signaturenlehre, da die Blattform an die Milz erinnert und die Pflanze früher gegen Milzleiden eingesetzt wurde.
Quellenangabe: Wikipedia; galasearch; naturadb; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
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