Deutscher Name: Sumpf-Storchschnabel, Sumpfstorchschnabel
Botanisch: Geranium palustre
Familie: Storchschnabelgewächse
Höhe: ca. 30 – 60 cm
Blütezeit: Juni – September
Blüte: intensiv rosa – purpurrot, ca. 3 cm Durchmesser
Frucht/Samen: Fruchtreife ab etwa August, typisch für die Storchschnäbel ist das Aufschleudern der Samen über eine Distanz von bis zu 2,5 Meter. So kann er sich mit den Jahren ganz gut über geeignete Bereiche ausbreiten
Wuchs: Steht er alleine wächst er bogig überhängend bis halb-niederliegend. Dabei wachsen seine einzelnen Triebe zu Längen von bis zu einem Meter oder auch darüber heran und verschaffen so einem einzelnem Horst einiges an Ausdehnung
Sind aber stützende Stauden, benachbarte Gehölze oder auch Gartenelemente wie Zäune, Asthaufen, Benjeshecken in seiner Nähe, so packt er all sein Können als sogenannter Spreitzklimmer aus. Mit seinen weichen, sparrig verzweigten Stängeln spreizt er sich quasi in die umlegende Vegetation ein. Er ist dabei nicht nur in den Stängeln und Blattgrundgelenken beweglich, sondern kann auch mit gekrümmten Blattstielen klimmen.
Eine Charakterpflanze der feuchten und sehr nährstoffreichen Randbereiche natürlicher Gewässer wie Seen, Bäche oder nasser Gräben und Waldränder. Auf feucht bis nassen Wiesen findet man ihn ebenfalls häufig.
Der Sumpfstorchschnabel ist sehr frostfest und kann bis fast 1500 Meter aufsteigen.
Dabei mag er es vollsonnig bis leicht absonnig. Erstaunlicherweise erduldet er auch trockenere Phasen meist völlig schadlos.
ganz herrliche, dauerhafte, heimische Staude für feuchte und nasse Wiesen, Senken oder Randbereiche von Tümpeln oder Teichen. Bei Gartenteichen auf die Stellen achten, wo der Teich bei Regen normalerweise übergeht. Hier kann ein guter Platz für diesen Storchschnabel sein. Die Stärke des Sumpfstorchschnabel ist seine Fähigkeit, sich in oder vielmehr zwischen andere Pflanzen einzuweben um seine pinken Blüten weithin sichtbar wirken zu lassen.
am Naturstandort in sogenannten Hochstaudenfluren, also natürliche Gemeinschaften höherer Stauden, sehr gerne zusammen mit dem Echten Mädesüß, auch mit dem Giersch fühlt er sich sehr wohl und kann diesem Paroli bieten.
Herrliche Bilder mit dem Großen Wiesenknopf, dem Gilbweiderich oder auch dem Blutweiderich. Allesamt Pflanzen die auch bestens miteinander in artenreichen Feuchtwiesen kombiniert werden können.
Unsere Pflanzen-Kombination zu diesem Standort: LINK
heimisch in Mittel- und Osteuropa, fehlt auf dem Balkan, um in der Türkei und im Kaukasus wieder aufzutauchen.
Im östlichen Deutschland recht häufig anzutreffen, im Süden und Westen nur zerstreute Vorkommen, im nordwestlichen Tiefland fehlt er überhaupt.
Hervorragende Insektenweide für feuchtere Standorte! Wie auch unsere übrigen heimischen Storchschnabelarten wird der Sumpfstorchschnabel von etlichen Wildbienen (z.B. Schmuck- und seltene Schmalbienen), Honigbienen und Hummeln, von Schwebfliegenarten und einigen Käferarten sehr gerne besucht.
Die milden Blüten und Knospen können als Beigabe für Salate und diverse Gemüsespeisen genutzt werden. Sicherlich auch zu Eierspeisen passend, in Gemüsesuppen oder in Hackkräutermischungen.
Vor allem die Wurzel ist reich an Gerbstoffen (über 40%) und wurde in der Volksmedizin bei leichten Durchfällen, bei Magen-Darm-Entzündungen, zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- Rachenraum, auch bei Nasenbluten und zur Stimmungsaufhellung verwendet.
Tipps: Sumpfstorchschnabel klettern sehr malerisch in Staketen oder Gitterzäune ein
Wissenswertes: obwohl im feuchter Boden am liebsten ist, hält der Sumpfstorchschnabel gelegentliche Trockenheit recht gut aus
Quellen: Galasearch, Wikipedia, NaturaDB
Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen, AT-Verlag
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
Alle Angaben zu Verwendung, Kulinarik oder vermuteter Heilwirkung gelten ohne Gewähr. Die Angaben dazu haben lediglich informativen Charakter und sollen den Leser keinesfalls zur Selbstmedikation anregen, sondern einen Überblick über den momentanen Wissensstand geben.
Eine Haftung hinsichtlich der Verwendung ist ausgeschlossen.

