Deutscher Name: Gewöhnliche Seekanne
Synonyme: Gelbe Seekanne, Europäische Seekanne
Botanischer Name: Nymphoides peltata
Gattung: Seekannen
Familie: Fieberkleegewächse
Empfohlene Wassertiefe bei Neupflanzung: 20–60 cm Wassertiefe über dem Rhizom
Empfehlung zum Setzen von Wasserpflanzen: Am besten im Frühjahr bis Sommer in nährstoffreichen Bodengrund setzen.
WICHTIG: Zunächst in flacherem Wasser etablieren und bei Bedarf später tiefer platzieren.
Wassertiefe am Naturstandort: etwa 20–150 cm – wandert von selber in diese Wassertiefen ein
Blütezeit: Juni bis September
Blüte: Leuchtend gelbe, etwa 3–5 cm große, fünfzählige Blüten mit auffallend gefranstem Blütenrand; stehen meist zu mehreren über der Wasseroberfläche.
Frucht/Samen: Eiförmige bis längliche Kapsel mit zahlreichen flachen Samen.
Reifezeit: August bis Oktober
Blatt: Rundlich bis herzförmig, glänzend grün, schwimmend, 5–15 cm groß, mit langem Blattstiel.
Wuchsverhalten: Rasch wachsende Schwimmblattpflanze, bildet dichte Bestände und größere Schwimmblattdecken.
Wurzel: Kriechendes, kräftiges Rhizom im Bodenschlamm; stark ausläuferbildend und örtlich wuchernd.
Lebenszyklus: durch die Bildung neuer Ausläufer mehr oder weniger unbegrenzt lebensfähig
Natürliche Ausbreitung durch Samen, Rhizomausläufer sowie abgerissene Rhizom- und Sprossteile.
Lebensraum, Standort: Sonnige bis leicht beschattete Stillgewässer und sehr langsam fließende Gewässer mit nährstoffreichem, schlammigem Untergrund.
Natürliches Vorkommen: Seen, Altarme, Weiher, Teiche, ruhige Flussbuchten und Gräben.
Natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, West- und Zentralasien bis Ostasien; eingebürgert auch in Nordamerika. Die Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch.
Einige mitteleuropäische Länder, in denen die Pflanze vorkommt: Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn.
Verwendung im Garten – unsere Einschätzung:
– Biotop klein: bedingte Eignung, kleinere Gewässer werden rasch eingenommen und beschattet
– Biotop groß: Sehr gut geeignet als natürliche Schwimmblattpflanze mit wertvoller Struktur für Tiere.
– Schwimmteich: Gut geeignet in größeren Regenerationszonen; regelmäßige Kontrolle der Ausbreitung empfehlenswert.
– Wassertonne: Nicht empfehlenswert, da sie zu groß und starkwüchsig wird.
Eigenschaften bei der Verwendung im Teich: Beschattet das Wasser und vermindert dadurch Algenwachstum. Bietet Laich- und Versteckmöglichkeiten für Fische, Amphibien und Wasserinsekten. Stabilisiert Sedimente mit dem Rhizom. Nimmt Nährstoffe aus dem Wasser und Bodenschlamm auf. Da die Schwimmblätter eher beschattend wirken, ist die Seekanne kein bedeutender Sauerstoffproduzent.
Weiße Seerose (Nymphaea alba), Krebsschere (Stratiotes aloides), Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae), Tannenwedel (Hippuris vulgaris), Ästiger Igelkolben (Sparganium erectum), Schwanenblume (Butomus umbellatus), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Wasserminze (Mentha aquatica), Wasser-Knöterich (Persicaria amphibia).
Blüten liefern Nektar und Pollen für zahlreiche Insekten. Schwimmblätter dienen Fröschen, Libellen und anderen Wasserinsekten als Sitz- und Jagdplatz. Fische und Amphibien nutzen die Bestände als Deckung. Die dichten Rhizome bieten Lebensraum für viele Kleintiere.
Speziell für Wildbienen und Hummeln: Gute Pollen- und Nektarpflanze für verschiedene Wildbienen sowie Hummeln, sofern die Blüten erreichbar sind.
Gute Nektarquelle für Honigbienen und regelmäßig besucht.
Die Blüten werden gelegentlich von Faltern besucht; Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Distelfalter sowie weitere Nektarsammler.
Auch Schwebfliegen, natürlich Libellen, Wasserkäfer, Wasserwanzen sowie verschiedene Fliegenarten besuchen oder nutzen die Pflanze.
Pflegehinweise: Vollsonniger Standort fördert Blüte und gesundes Wachstum. Ausbreitung bei Bedarf durch Teilung oder Entfernen von Rhizomen begrenzen. Alte Pflanzenteile gelegentlich entfernen.
Wissenswertes oder Skurriles: Die Blüten öffnen sich meist nur bei Sonnenschein. Trotz ihrer Ähnlichkeit mit Seerosen gehört die Seekanne nicht zu den Seerosengewächsen, sondern zu den Fieberkleegewächsen. In nährstoffreichen Gewässern kann sie innerhalb weniger Jahre große Wasserflächen bedecken. In Teilen Nordamerikas gilt sie als invasive Wasserpflanze.
Quellenangabe: Wikipedia, GALAsearch, NaturaDB, Info Flora, Flora Austria, Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen.
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen: Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
Alle Angaben zu Verwendung, Kulinarik oder vermuteter Heilwirkung gelten ohne Gewähr. Die Angaben dazu haben lediglich informativen Charakter und sollen den Leser keinesfalls zur Selbstmedikation anregen, sondern einen Überblick über den momentanen Wissensstand geben. Eine Haftung hinsichtlich der Verwendung ist ausgeschlossen.


