Deutscher Name: Wehrhahns Weide
Botanisch: Salix × wehrhahnii
Gattung: Weiden
Familie: Weidengewächse
es handelt sich um eine Kreuzung heimischer Weiden, vermutlich Salweide und einer weiteren Art, erstmals im 19. Jahrhundert beschrieben, die genaue Herkunft ist nicht mehr exakt nachvollziehbar.
Die Sorte wurde benannt nach dem Botaniker Wilhelm Wehrhahn (Hannover)
Höhe: durchschnittlich von 3 bis 6 Meter
Breite: ca. von 3 bis 5 Meter
Wuchs: großer Strauch oder kleiner Baum, breitbuschig bis locker aufgebaut, mit aufrechten bis leicht überhängenden Zweigen
Eigenschaften: insgesamt robust, gut frosthart, mäßig trockenheitstolerant, bevorzugt frische Standorte, schnittverträglich
Blütezeit: März bis April
Blütenfarbe: silbrig grau, später gelblich durch Pollen
Blüte: rein männliche, typische weiche „Kätzchen“, zunächst silbrig behaart, später durch die gelben Staubgefäße auffällig; erscheinen meist vor dem Laubaustrieb
Sorteneigenschaft: besonders auffallende, große, silbrige Kätzchen
Es werden keine Früchte ausgebildet, da keine weiblichen Füchse vorhanden sind
Blatt: länglich bis elliptisch, oberseits mattgrün, unterseits heller, leicht behaart
Herbstfarbe: gelblich
Wurzelsystem: flach bis herzförmig, weitstreichend
Bevorzugter Bodentyp: frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden; auch auf lehmigen Substraten
Gehölze mit ähnlichen Ansprüchen: andere Weidenarten, Echter Schneeball
sonnig bis halbschattig, an Gewässerrändern, in feuchten Gebüschen
als Zierstrauch, für naturnahe Hecken, als frühe Bienenweide, in größeren Gärten auch als Solitärstrauch
sehr wertvolle frühe Nektar- und Pollenquelle für zahlreiche Insekten; Raupenfutterpflanze für viele Schmetterlingsarten
Einige Vogelarten nutzen die jungen Knospen gelegentlich als Nahrungsquelle. Wesentlich wichtiger ist die Bedeutung von Weiden ganz allgemein als unerhört fruchtbarer Produzent verschiedenster Insektenarten. Die mannigfaltigen Entwicklungsstadien dieser Insekten werden wiederum von so gut wie allen Gartenvögeln zur Aufzucht ihrer Jungen genutzt.
Weiden bieten mehr als 100 Wildbienen- bzw. Hummelarten Nektar und Pollen.
Mindesten 10 oder mehr Arten dieser Wilden Bienen sind dabei ganz eng an „ihre“ Weiden gebunden und sammeln ausschließlich Pollen dieser Arten, um ihren Nachwuchs mit Proviant zu versorgen.
Auswahl Wildbienenarten: Weiden-Sandbiene, Frühlings-Seidenbiene, Rotschopfige Sandbiene Auswahl Hummelarten: Erdhummel, Ackerhummel, Baumhummel Für Honigbienen eine der mit Abstand wichtigsten Frühjahrs-Pollenquellen Unsere überwinternden und die früh aktiven Schmetterlingsarten brauchen diese erste Nektarquelle zum Überleben. Zitronenfalter, Kleiner Fuchs, Großer Fuchs, Tagpfauenauge, Trauermantel und Admiral sind neben Hummeln und frühen Windbienen die ersten Gäste an den Kätzchen. Weiden sind herausragende Raupenfutterpflanze. Gleichermaßen für zahlreiche Nacht- und Tagfalterarten Beispiele zu wichtigen Schmetterlingsraupenarten: Großer Fuchs, Trauermantel, Weidenbohrer Auch andere Insektengruppen wie Blattkäfer, Läuse und Schwebfliegen-Arten brauchen unsere Weiden.
junge Triebe und Rinde traditionell genutzt
Einfache Rezeptvorschläge: Weidenrindentee; junge Blätter fein gehackt als Wildkräuterbeigabe; Weidenrinden-Auszug
wertvolle Inhaltsstoffe: Salicin, Gerbstoffe, Flavonoide
Anwendungen im gesundheitlichen Bereich traditionell schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend aufgrund bekannter Inhaltsstoffe wie das Salicin (Vorstufe der Salicylsäure in Aspirin) sowie Gerbstoffe
Die Vermehrung der Sorte Wehrhahnii erfolgt rein vegetativ meist durch Steckhölzer
Wissenswertes: Weiden zählen neben Eichen zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen Mitteleuropas
Tradition: die weichen Kätzchen werden für Palmbuschen verwendet
Quellenangabe: Wikipedia; naturaDB; Info Flora; Flora Austria; galasearch; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
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Quellen: Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten (Helmut Pirc, Leopold Stocker Verlag), Wikipedia
