deutscher Name: Kugel-Lauch, auch Kugelköpfiger Lauch
Synonyme: Kugelköpfiger Lauch, Rundkopf-Lauch
Botanischer Name: Allium sphaerocephalon L.
Gattung (deutsch): Lauch (Allium)
Familie (deutsch): Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie (deutsch): Lauchgewächse (Allioideae)
Höhe: ca. 30–60 cm, unter günstigen Bedingungen sogar 70–90 cm
Blütezeit: Juni–Juli, je nach Standort und Witterung teilweise bis August
Blüte: Anfangs grünlich, später zunehmend purpurrot bis dunkel purpurviolett; die zahlreichen kleinen Einzelblüten stehen in einer dicht gedrängten, kugeligen bis eiförmigen Scheindolde. Die Blütenköpfchen sitzen auf langen, dünnen und aufrechten Stängeln.
Frucht/Samen: Trockene Kapselfrucht mit kleinen, schwarzen, kantigen Samen. Die Blütenstände können nach der Blüte lange dekorativ stehen bleiben.
Reifezeit: Spätsommer bis Herbst; die Samen reifen nach der Blüte und können anschließend durch Selbstaussaat zur Verbreitung beitragen.
Blatt: Schmale, linealische bis halbstielrunde bzw. nahezu runde, grundständige und am unteren Stängelbereich sitzende Blätter; meist grün, teilweise blaugrün bereift. Die Blätter können bereits im Herbst erscheinen und vergilben häufig vor oder während der Blüte.
Wuchs/Gestalt: Ausdauernder, horstig-locker wachsender Zwiebelgeophyt mit schlanken, aufrechten Blütenschäften. Charakteristisch sind die verhältnismäßig kleinen, dicht kugelig bis eiförmig aufgebauten Blütenköpfe auf langen Stielen.
Wurzel: Zwiebel als unterirdisches Überdauerungsorgan; keine kriechenden Rhizome. Je nach Form können Tochterzwiebeln bzw. bei manchen Populationen auch Brutzwiebeln auftreten, wodurch die Art im Garten zur Ausbreitung neigen kann – allerdings nur im passenden Umfeld.
Lebenszyklus: mehrjährig, am guten Standort sehr ausdauernde Zwiebelpflanze; die Pflanze überdauert mit der Zwiebel.
Natürliche Ausbreitung: Vor allem durch Samen; je nach Form und Herkunft zusätzlich vegetativ über Tochter- bzw. Brutzwiebeln. Ausläufer bildet die Art nicht.
wohl eher ein Lichtkeimer, Oberflächenaussaat und nur sehr dünnes Abdecken. Für eine zuverlässige Keimung ist eine Kältephase empfehlenswert. Eine natürliche Herbstsaat mit Überwinterung im Freien entspricht diesem Vorgang.
Sonnige, trocken-warme und nährstoffarme Standorte, besonders kalkreiche Trockenrasen, lückige Halbtrockenrasen, felsige Hänge, Schotterfluren und trockene Säume. Daneben kommt die Art an Ackerrändern, in Weingärten und an Ruderalstellen vor.
Natürliches Vorkommen: Vor allem in trocken-warmen, offenen Landschaften und Trockenrasengesellschaften; in Österreich insbesondere in den pannonisch geprägten Trockenrasen Ostösterreichs.
Natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Nordafrika und das Mittelmeergebiet bis in den westlichen und südwestlichen Teil Asiens bzw. bis zum Kaukasus; Kew führt außerdem die Kanarischen Inseln im natürlichen Verbreitungsgebiet.
Die Pflanze ist also in Mitteleuropa heimisch. Sie gilt unter anderem in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei, Polen und Ungarn als heimisch.
Sonnige, trocken-warme und nährstoffarme Standorte, besonders kalkreiche Trockenrasen, lückige Halbtrockenrasen, felsige Hänge, Schotterfluren und trockene Säume. Daneben kommt die Art an Ackerrändern, in Weingärten und an Ruderalstellen vor.
Natürliches Vorkommen: Vor allem in trocken-warmen, offenen Landschaften und Trockenrasengesellschaften; in Österreich insbesondere in den pannonisch geprägten Trockenrasen Ostösterreichs.
Natürliches Verbreitungsgebiet: Europa, Nordafrika und das Mittelmeergebiet bis in den westlichen und südwestlichen Teil Asiens bzw. bis zum Kaukasus; Kew führt außerdem die Kanarischen Inseln im natürlichen Verbreitungsgebiet.
Die Pflanze ist also in Mitteleuropa heimisch. Sie gilt unter anderem in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei, Polen und Ungarn als heimisch.
Volle Sonne und einen gut drainierten, eher trockenen und nährstoffarmen Boden bevorzugen; kalkreiche Schotter- oder Sandböden sind besonders geeignet. Staunässe und dauerhaft nährstoffreiche Böden vermeiden. Auf nährstoffreichen Böden wird die Pflanze zwar kräftiger, kann aber instabil werden und stärker von konkurrenzkräftigen Stauden verdrängt werden. Nach der Blüte können die Samenstände stehen bleiben, wodurch die natürliche Versamung gefördert wird.
Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria), Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum), Steppen-Salbei (Salvia nemorosa), Aufrechter Ziest (Stachys recta), Astlose Graslilie (Anthericum liliago), Gemeine Kugelblume (Globularia punctata), Ähriger Blauweiderich (Veronica spicata), Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), Berg-Aster (Aster amellus), Ausdauernder Lein (Linum perenne) und Felsen-Nelke (Petrorhagia saxifraga).
Meine Empfehlung: Wir haben bei uns im Garten den Kugellauch zwischen unsere Lavendel gapflanzt. Die hohen Blütenstiele schweben über dem kompakten Lavendel (Sorte Hidcote Blue)
und sorgen für ein hoch attraktives Bild. Sowohl für unser Auge als auch für die Insektenwelt.
Besonders naturnah ist eine Kombination mit trockenheitsverträglichen, lichtliebenden und eher konkurrenzarmen Arten kalkreicher Trockenrasen und Steppenrasen. Der Kugel-Lauch sollte daher eher locker zwischen Gräsern und niedrigen bis mittelhohen Trockenrasenstauden stehen als in einer üppigen, nährstoffreichen Rabatte.
Der Kugelköpfige Lauch ist vor allem während seiner Blütezeit eine wertvolle Nahrungsquelle für verschiedene Bestäuber. Besonders bedeutsam ist er für Wildbienen, darunter die auf Lauch spezialisierte Lauch-Maskenbiene. Auch Hummeln und Honigbienen besuchen die Blüten regelmäßig; darüber hinaus werden Schmetterlinge und verschiedene andere Blütenbesucher beobachtet. Meine Freunde von naturaDB führen ihn als „Super Insekten-Pflanze“an.
Speziell für Wildbienen und Hummeln: Sehr hohe Bedeutung als Nektar- und vor allem Pollenquelle. Besonders hervorzuheben ist die enge Beziehung zur Lauch-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus), die auf Allium-Arten spezialisiert ist und den Kugelköpfigen Lauch als Pollenquelle nutzt. Daneben besuchen zahlreiche nicht spezialisierte Wildbienen die Blüten.
Beobachtete Wildbienenarten: Lauch-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus), Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis), Luzerne-Blattschneiderbiene (Megachile rotundata), außerdem wurde die Glanzlose Maskenbiene (Hylaeus hyalinatus) an Kugelköpfigem Lauch beobachtet. Die Lauch-Maskenbiene ist dabei besonders bemerkenswert, weil sie oligolektisch auf Lauchgewächse spezialisiert ist.
Hummelarten wie etwa die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) und Steinhummel (Bombus lapidarius) sind als Blütenbesucher ein ständiger Begleiter.
Die Relevanz für Honigbienen ist hoch. Die Blüten liefern Nektar und Pollen und werden von der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) besucht. Besonders in sonnigen, trockenen Pflanzungen mit größeren Beständen kann der Kugelköpfige Lauch während seiner Blütezeit eine attraktive zusätzliche Trachtpflanze darstellen.
Relevanz für Schmetterlinge: Die Blüten bieten Nektar für verschiedene erwachsene Schmetterlinge und werden daher auch über die gesamte Blütezeit sehr viel und regelmäßig beflogen. Kleiner Fuchs, Kohlweißling, Zitronenfalter, Tagpfauenauge, viele Nachtfalterarten .
Neben Bienen und Hummeln besuchen auch Grabwespen und weitere Hautflügler die Blüten. Besonders interessant ist der Große Bienenwolf (Philanthus coronatus), der zusammen mit der Lauch-Maskenbiene auf Kugellauch beobachtet wurde. Allgemein zieht der Blütenstand durch sein reiches Nektar- und Pollenangebot eine Vielzahl kleiner Blütenbesucher an.
Zwiebel, Blätter und Blüten gelten als essbar. Die Zwiebel kann roh oder gekocht als milder bis würziger Zwiebelersatz verwendet werden, junge Blätter können frisch oder gekocht eingesetzt werden und die Blüten eignen sich als essbare Dekoration, beispielsweise für Salate. Die kulinarische Nutzung ist traditionell überliefert; um den Baikalsee ist eine traditionelle Nutzung der Zwiebel zu Nahrungszwecken bekannt.
Kugellauch-Kräuterbutter: Fein geschnittene junge Blätter und einige Blütenblättchen unter weiche Butter mischen, leicht salzen und zu Brot, Kartoffeln oder Gemüse servieren.
Kugellauch-Salat: Junge Blätter fein schneiden, mit Tomaten, Gurke oder Blattsalat vermengen und mit Olivenöl, Essig, Salz und etwas Zitronensaft anmachen; einzelne Blütenköpfchen als essbare Dekoration verwenden.
Kugellauch-Kartoffeln: Gekochte oder gebratene Kartoffeln mit fein geschnittenen jungen Kugellauchblättern vermischen und kurz vor dem Servieren einige Blüten als Garnitur darübergeben.
Wissenswertes: Der Kugel-Lauch gehört zu den relativ spät blühenden heimischen Laucharten und ist dadurch für Insekten auch dann noch interessant, wenn viele andere Zwiebelpflanzen bereits verblüht sind. Die Blüten werden von Bienen und weiteren Bestäubern besucht. Die trockenen Blütenstände bleiben lange stabil und besitzen auch im Herbst einen hohen Zierwert.
Geschichtlich Interessantes: Die Art ist bereits seit langer Zeit als essbarer Wildlauch bekannt. Die Zwiebel wurde regional als Ersatz für Küchenzwiebeln verwendet; auch Blätter und Blüten können kulinarisch genutzt werden. Kew berichtet von einer traditionellen Nutzung der Zwiebel als Nahrung unter anderem im Raum des Baikalsees.
Skurriles: Die Blütenköpfchen verändern während des Aufblühens ihre Farbe: Sie beginnen grünlich und werden von oben beziehungsweise an den äußeren Bereichen zunehmend purpurrot bis dunkelviolett. Dadurch wirkt ein Bestand während der Blütezeit teilweise wie eine Ansammlung kleiner grüner, roter und violetter Trommelstöcke. Die englische Bezeichnung „Drumstick Allium“ nimmt genau darauf Bezug.
Quellen: Wikipedia; GALAsearch; naturaDB; Info Flora; Flora Austria bzw. österreichische Floren- und Naturschutzquellen; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen; ergänzend Kew Plants of the World Online und wissenschaftliche Literatur zur Inhaltsstoff- und Wirkungsforschung. Die Angaben zu Österreich werden insbesondere durch die österreichische Floristik und Burgenland Flora gestützt; Burgenland Flora führt die Art als ureinheimisch/indigen.
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
Alle Angaben zu Verwendung, Kulinarik oder vermuteter Heilwirkung gelten ohne Gewähr. Die Angaben dazu haben lediglich informativen Charakter und sollen den Leser keinesfalls zur Selbstmedikation anregen, sondern einen Überblick über den momentanen Wissensstand geben.
Eine Haftung hinsichtlich der Verwendung ist ausgeschlossen.












