deutscher Name: Kohl-Lauch
Synonyme: Feld-Lauch; Feld-Knoblauch, Wilder Lauch
Botanischer Name: Allium oleraceum
botanische
Synonyme: Allium complanatum
Gattung: Lauch
Familie: Amaryllisgewächse
Unterfamilie: Lauchgewächse
Höhe: ca. 30–80 cm
Blütezeit: Juni bis August
Blüte: grünlich-weiß bis rötlich-violett, kleine sternförmige Einzelblüten in lockerer, oft von Brutzwiebeln durchsetzter Dolde
Frucht/Samen: dreikammerige Kapselfrucht mit schwarzen Samen
Reifezeit: August bis September
Blatt: schmal, linealisch, rinnig bis flach, blaugrün, meist kürzer als der Blütenstiel
Wuchs/Gestalt: ausdauernde, zwiebelbildende, aufrechte Pflanze mit blattlosem Blütenstängel
Wurzel: büschelige Wurzeln an der Zwiebel; keine Ausläufer, Vermehrung über Brutzwiebeln
Lebensraum, Standort: trockene bis mäßig frische, warme Standorte; sonnig bis halbschattig; nährstoff- und basenreiche Böden
Natürliches Vorkommen: Trockenrasen, Säume, Weinberge, Wegränder, Magerrasen, Fels- und Schotterfluren
Die Pflanze in Mitteleuropa heimisch, einige Länder, in denen der Kohllauch als heimisch gilt: Deutschland; Österreich; Schweiz; Tschechien; Slowakei; Polen
Steingarten; Sandarium, Steppengarten, Trockenbeet; Wildstaudenpflanzung; extensiv gepflegte Flächen, auch in locker, lockigen, mageren Blumewiesen
passende Stauden als Kombination deutsch + in Klammer botanisch: Wiesensalbei (Salvia pratensis); Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum); Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris); Färberkamille (Anthemis tinctoria); Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
ergiebige Nektar- und Pollenquelle für zahlreiche Insekten, Samen für Vögel, Strukturpflanze in Trockenlebensräumen Wichtige Trachtpflanze im Sommer für kurz- und langrüsselige Wildienen- und Hummelarten, Man geht davon aus, dass etwa 20 und 30 Arten regelmäßig die Blüten besuchen. Einige Wildbienenarten: Gemeine Furchenbiene; Seidenbiene; Rotbeinige Sandbiene; Glockenblumen-Scherenbiene Einige Hummelarten: Ackerhummel; Wiesenhummel; Steinhummel; Gartenhummel Auch für Honigbienen eine gute Pollen- und Nektarquelle Schmtterlingsarten wie der Kleine Fuchs oder der Distelfalter versorgen sich mit Nektar Auch Schwebfliegen, Käfer und etliche Pflanzenwespen besuchen die Blüten Auch Vogelarten wie Grünfink, Stieglitz und Haussperling nutzt die Samen als Nahrungsquelle
junge Blätter, Zwiebeln und Brutzwiebeln als würziges Lauchgemüse nutzbar Drei einfache Rezeptideen: + Wildlauch-Kräuterquark + Gemüse-Lauch-Pesto + fein gehackt als Würze in Kartoffelpfanne
traditionell genutzt ähnlich wie Knoblauch aufgrund der Inhaltsstoffe wie schwefelhaltige Verbindungen, ätherische Öle, Flavonoide und Mineralstoffe
Natürliche Ausbreitung: durch Samen und vor allem durch Brutzwiebeln
Aussaat: Dunkelkeimer und Kaltkeimer
Pflegetipps: sehr pflegeleicht; durchlässiger Boden; keine Staunässe; Verblühtes für Selbstaussaat stehen lassen
Wissenswertes oder Skurriles: bildet häufig mehr Brutzwiebeln als Blüten und kann sich so ohne Samen effektiv verbreiten
Quellenangabe: Wikipedia; GALAsearch; naturaDB; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
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