Deutscher Name: Gefleckter Aronstab
Synonyme: Aronstab, Gefleckter Aron, Kuckucksbrot
Botanischer Name: Arum maculatum
Gattung: Aronstab
Familie: Aronstabgewächse
Höhe: ca. 15–40 cm
Blütezeit: April bis Mai
Blüte: markante, gelblich-grüne Kolbenblüte (Spadix) von einer hellgrünen Hochblatt-Hülle (Spatha) umgeben; typisch ist der aasartige Geruch zur Anlockung von Insekten. Allerdings nur aus nächster Nähe wahrnehmbar
Frucht/Samen: sehr auffällig und zierend, leuchtend rote, beerenartige Sammelfrüchte dicht am aufrechten Fruchtstand, ähnlich einem aufrechten Maiskolben
Aussaat: Dunkelkeimer, Kaltleimen
Reifezeit: August bis September
Blatt: pfeilförmig bis herzförmig (Drachenschwanz) glänzend grün, oft mit dunklen Flecken
Wuchs/Gestalt: ausdauernde krautige Pflanze mit grundständigen Blättern, nach der Blüte oft einziehend aber nicht absterbend, im Folgejahr wieder austreibend und mit den Jahren einen größeren Horst bildend
Wurzel: Knolle (Rhizom-artig verdickte Speicherknolle), nicht wuchernd aber horstbildend
Lebenszyklus: mehrjährig
alle Pflanzenteile sind stark giftig, besonders die auffälligen roten Beeren
schattige bis halbschattige, feuchte, nährstoffreiche Laubwälder, Auen, Gebüsche, vor allem in Laub- und Mischwäldern Natürliches Verbreitungsgebiet: Europa bis Westasien die Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch einige mitteleuropäische Länder, in denen die Pflanze heimisch ist: Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Ungarn
Besonderheit für naturnahe Schattengärten, Gehölzränder, Waldgärten, Unterpflanzung von Bäumen – bevorzugt humusreiche, feuchte Böden im Schatten; wenig Pflege nötig; nach Einzug der Blätter nicht stören
passende Stauden als Kombination: Waldmeister (Galium odoratum), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Bärlauch (Allium ursinum), Wald-Segge (Carex sylvatica), Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum), Herbstzeitlose
Die Bestäubung des Aronstabs erfolgt auf ungewöhnliche Weise: Seine Blüte ist eine raffinierte Falle. Hauptbestäuber ist eine kleine Schmetterlingsmücke (aber auch Aas- und Schmeißfliegen sowie kleine Käfer) die vom Geruch nach Zersetzung und Wärme angezogen wird. Der Blütenkolben kann sich stark erwärmen, weil Zucker gezielt in Wärme umgewandelt wird. Die Insekten rutschen an der glatten Innenwand nach unten und werden durch einen Haarring am Entkommen gehindert.
Beim Umherkriechen nehmen sie zunächst ein klebriges Sekret der weiblichen Blüten auf, an dem später der Pollen der männlichen Blüten haften bleibt. Erst wenn die Haare welken, können die Insekten entkommen und den Pollen zur nächsten Pflanze tragen.
Vogelnahrungspflanze: Die leuchtend roten Beeren werden von Vögeln wie Amseln, Drosseln, Rotkehlchen gerne gefressen. Die Samen können durch den Vogelfraß gut verbreitet werden und keimen auch nach dem Durchwandern des Vogeldarmes ideal.
Quellenangabe: Wikipedia; GalaSearch; naturaDB; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
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