deutscher Name: Wiesen-Flockenblume
Synonyme: Gemeine Wiesenflockenblume, Gewöhnliche Flockenblume
Botanischer Name: Centaurea jacea
Gattung (deutsch): Flockenblumen
Familie (deutsch): Korbblütler
Unterfamilie (deutsch): Distelartige
Höhe: ca. 30–80 cm
Blütezeit: Juni bis Oktober
Blüte: violettrosa bis purpurrote Körbchenblüten; oft etwas vergrößerte Randblüten, die reine Schauapparate darstellen und steril sind; Hüllblätter trockenhäutig gefranst, ohne Dornen
Frucht/Samen: kleine Achänen mit kurzem Pappus
Reifezeit: August bis Oktober
Blatt: lanzettlich bis schmal-eiförmig, ganzrandig bis schwach gezähnt; grundständige Blätter oft größer als die oberen Stängelblätter
Wuchs/Gestalt: horstig aufrecht, verzweigt, locker buschig
Wurzel: kurze Pfahlwurzel mit verzweigtem Wurzelstock; nicht wuchernd, keine langen Ausläufer
Lebenszyklus: mehrjährig
Natürliche Ausbreitung hauptsächlich durch Samen
ie Samen sind Lichtkeimer, Kälteeinwirkung ist keimfördernd
Lebensraum, Standort: mäßig trockene bis frisch und zeitweise feuchte Wiesen, Wegränder, Böschungen, Magerrasen, extensives Grünland; sonnig bis licht halbschattig
Natürliches Vorkommen: Wiesen und Säume der Kulturlandschaft
Natürliches Verbreitungsgebiet: fast ganz Europa bis Westasien
Die Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch und steigt in den Alpen bis etwa 2000 m auf
Einige mitteleuropäische Länder, in denen die Pflanze heimisch ist: Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn
wichtige Leitpflanze in Blumenwiesen, unkompliziert in vielen Gartensituationen wie sonnige Böschungen, Wegränder, extensive Staudenpflanzungen und naturnahe, sonnige Säume
sehr pflegeleicht; bevorzugt nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Böden; keine Staunässe; Rückschnitt nach der Blüte möglich
Im ersten Jahr bei Pflanzung in nassen Jahren etwas auf Schnecken achten. Ab dem zweiten Jahr wachsen sie ihnen bereits davon und werden nicht mehr weiter behelligt
Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Margerite (Leucanthemum vulgare), Wiesenglockenblume (Campanula patula), Wilde Möhre (Daucus carota), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), Echtes Labkraut (Galium verum), Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)
enorm wertvolle Nektar- und Pollenpflanze für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer; Samen dienen Vögeln als Nahrung
Speziell für Wildbienen und Hummeln sehr bedeutsame Nektarpflanze mit langer Blütezeit; besonders attraktiv für langrüsselige Wildbienen und Hummeln
Bisher wurden knapp unglaubliche 100 Wildbienenarten beim Nektar- oder Pollensammeln daran beobachtet!!!
An die 15 Arten sind dabei auf Flockenblumen spezialisiert und daher von diesen abhängig.
einige Wildbienenarten: Gewöhnliche Bindensandbiene, Ackerhummel-Kuckucksbiene, Veränderliche Hummel, Gemeine Pelzbiene, Große Wollbiene
einige Hummelarten: Ackerhummel, Steinhummel, Wiesenhummel, Erdhummel, Gartenhummel
Auch für Honigbiene eine gute und regelmäßige Trachtpflanze
Für Schmetterlinge enorm wichtige Nektarpflanze vieler Tagfalter
Etwa 70 Schmetterlingsarten davon etwa 20 als Raupe nutzen die Wiesenflockenblume sowohl als Nektar- oder Futterpflanze. Die Körbchen haben auf Schmetterlinge ein magische Anziehungskraft.
Darunter viele prächtige Tagfalterarten wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral, Distelfalter. Wichtige Raupenarten die an der Pflanze fressen sind der Flockenblumen-Scheckenfalter, Wolfsmilchringelspinner, Wegerich-Scheckenfalter, Distelspinner, Purpurbär, Gammaeulen und weitere.
Eine große Zahl anderer Insektenarten wie Schwebfliegen (fast 20 Arten), Käfer wie der auffällige Rosenkäfer, seltene Wespenarten, Pinselkäfer und verschiedene Wanzenarten fliegen auf die Blüten.
Auch Vögel nutzen die Samen als willkommene Nahrungsquelle wie Stieglitz, Grünfink, Girlitz
junge Blätter und Blüten essbar; Blüten als Dekoration für Salate, Butterbrote und Kräuteraufstriche
einfache Rezeptideen: Blütenbutter mit Wiesen-Flockenblumenblüten; Wildkräutersalat mit jungen Blättern; Kräutertopfen (quark) mit essbaren Blüten
Quellenangabe: Wikipedia; GalaSearch; NaturaDB; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
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