Deutscher Name: Zitronenmelisse, Melisse
Botanisch: Melissa officinalis
Familie: Lippenblütler
Der wunderbare Duft und Ihre beruhigenden Eigenschaften sind legendär
Gehört in JEDEN Garten
Ein enorm positiv wirksames und ganz und gar köstliches Heilkraut
„Genieße die Melisse an der Abendtafel, sie macht dir anmutige Träume“
Höhe: ca. 50 – 80 (120) cm
Blütezeit: Juni – August
Blüte: hellviolett bis reinweiß, typische Lippenblüte, etwas unauffällig
Frucht/Samen: reichliche Selbstaussaat auf zusagenden Standorten
Blatt: beim Zerreiben oder Berühren verströmt unmittelbar ein sehr angenehmer Duft nach Zitrone
Wuchs: aufrecht, buschig, ausdauernd, krautig, einzelne Melissenhorste können unglaubliche 30 Jahre alt werden.
Meist sind die Pflanzen fein behaart, aber auch fast glatte Exemplare sind möglich.
Die Wurzel bildet kurze, stocknahe Ausläufer.
Lebensraum, Standort: nährstoffreiche, krautige Fluren, mäßig trockene und im Optimum etwas durchlässige, zumindest nicht stark verdichtete oder stauend nasse Böden.
Von voll sonnig bis halbschattig ist ihr alles recht.
Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum, dem Kaukasusraum sowie Klein-Asien und dem Vorderer Orient
In Europa gilt sie als urwüchsig auf der iberischen Halbinsel, Italien und der gesamten Balkanregion einschließlich Griechenland. Im gesamten gemäßigten Europa ist sie seit Jahrhunderten etabliert und auch vielerorts verwildert.
In Deutschland vor allem in den mittel- und süddeutschen Wärmegebieten sowie den Wärmeinseln Hamburg und Berlin.
Weltweit wird die Zitronenmelisse aufgrund ihrer herausragenden Inhaltsstoffe in sämtlichen gemäßigten und warmen Gebieten kultiviert und verwildert von dort aus auch regelmäßig.
Darf eigentlich in keinem Kräuter- oder Küchengarten fehlen!
Die Zitronenmelisse fühlt sich aber auch schnell in anderen Gartenbereichen wohl und kann natürlich auch dort geerntet werden. Durch fleißiges Beernten und somit einem Verhindern der Samenreife kann eine eventuell unerwünschte übermäßige Aussaat ganz leicht unterbunden werden.
die delikaten Blätter (und Triebe) sind äußerst vielseitig verarbeitbar. Ganz wunderbar macht sich das Aroma in Gemüsefüllungen und Gemüsesuppen, Spinat, Saucen, Hackkräutermischungen, Bratlingen und Eierspeisen. Auch schmackhaft als eingelegtes Gemüse in Wein oder fein gehackt zum Verfeinern von Pilzgerichten.
Natürlich auch als Zutat in Wildpflanzensalz, für Kräuteröl und -essig, als Pesto und als getrocknetes Gewürz.
Als Aromageber in Zucker, in Wildpflanzenlimonaden oder als Sirup und soagr kandiert eine Köstlichkeit.
Ebenso sind Blüten und Knospen eßbar und verwertbar, auch als essbare Deko.
Früher wurden die Blätter der Zitronenmelisse gern dem Rauchtabak beigemengt, sollte jemand diesbezüglich Ambitionen hegen.
Zumindest seit dem Mittelalter, wahrscheinlich seit Menschengedenken vom Menschen intensiv genutzt.
Melissentee kann äußerst hilfreich bei nervösen Einschlafstörungen auch in Begleitung diffuser Ängste und bei nervösen Magen-Darm Beschwerden sein. Besonders wenn kleine Kinder von bei Einschlafstörungen durch Bauschmerzen geplagt werden, ist die Melisse erste Wahl! Denn die Melisse entkrampft, beruhigt und wirkt gleichzeitig blähungswidrig. Das angenehme Aroma der Melisse ist dabei eine willkommene Draufgabe, gerade auch für Kinder.
Mit der Beigabe von Hopfen und Baldrian entsteht eine abgerundete Teemischung.
Auch in Frauenteemischungen ist Melisse sehr gut aufgehoben
Melisse wirkt allgemein beruhigend, auch bei Unruhe und nervösen Herzbeschwerden, nervöser Darm- und Magenreizbarkeit, bei Schlafstörungen, Migräne, Menstruationsstörungen und auch bei Gicht und Rheuma kann sie Linderung verschaffen.
Der potente Aufguss hemmt Bakterien, Pilze und Viren in ihrem Wachstum. Daher auch bei Grippe, Bronchitis und anderen fiebrigen Infektionskrankheiten hervorragend einsetzbar.
Äußerlich aufgetragen hilft die Melisse bei Insektenstichen, Blutergüssen, Quetschungen sowie Geschwüren.
Übrigens ist sehr teure Öl ein hervorragendes Mittel bei Lippen-Herpes.
Lt. Studie (Northumbria University) erhöht die Melisse die Denkleistung. Schon im 16 Jahrhundert sahen Gelehrte in ihr einen „Geistesbeschleuniger“.
innerlich als Teeaufguß, der Teeaufguß kann aber auch einem beruhigendem Bad beigemengt werden. Das getrocknetes Kraut passt nebst Lavendel ganz hervorragend ins Schlafkissen.
nicht bekannt
ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe, Gerbsäure, Harz, Schleimstoffe und Saponine.
So machst du Tee: 1 voller Teelöffel getrocknetes Kraut auf 1 Tasse. Die getrockneten oder frischen Blätter mit heißem Wasser überbrühen und ca. 7 Minuten BEDECKT ziehen lassen. 3 – 5 x täglich, dabei abends idealerweise 2 Tassen. Das Abdecken lässt die ätherischen Öle nicht so leicht entweichen, diese sollen ja im Tee verbleiben und nicht entfleuchen.
So erntest du: Die Blätter erntet man am besten kurz (ca. 1 Woche) vor Blühbeginn zwischen 11 und 12 Uhr mittags (bei leichter Bewölkung noch 1 – 2 Stunden zuwarten) ca. 10 cm über dem Boden abschneiden. Die Blätter werden vom Stängel gestreift und zur Aufbewahrung getrocknet. Dies ist eine einfache und effektive Methode um sicherzugehen, dass die Inhaltsstoffe in besonders hohem Maß in der Pflanze vorhanden sind. Mehrmals pro Jahr ist ein Beerdeten möglich, abhängig vom Zuwachs, jeweils kurz vor der Blüte.
Die Melisse ist eine Top Insektenpflanze!
Die reich Nektar führenden Blüten werden von vielen Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und Schwefliegen besucht.
Auch die Große Wollbiene (Anthidium macinatum) besucht die Blüten gerne. Überhaupt stehen bei den Wollbienen Lippenblütler ganz hoch im Kurs (z.B. Lavendel, Ysop, Salbei, Thymian)
Imker setzen die hervorragende Bienenweide gern in der Nähe ihrer Stöcke.
Die Pflanze wird von den Raupen einiger Schmetterlingsarten als Raupenfutterpflanze genutzt. Die Raupen von Buchdruckereule und Schlehen-Bürstenspinner können sich auf Melissen satt fressen.
„melissa“ bedeutet etwa honigsüß; meli (griechisch) für Honig
„officinalis“: offiziell als Arznei einzusetzen
die Samen keimen bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 Grad innerhalb von 2 – 3 Wochen willig. Die Samen brauchen keinen Kältereiz.
Auch Wurzelabrisse – also Teilung – ist gut machbar.
Quellen: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenmelisse
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
Alle Angaben zu Verwendung, Kulinarik oder zur Heilwirkung gelten ohne Gewähr. Die Angaben dazu haben lediglich informativen Charakter und sollen den Leser keinesfalls zur Selbstmedikation anregen, sondern einen Überblick über den momentanen Wissensstand geben.
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