deutscher Name: Mittlerer Wegerich, Duft-Wegerich
Synonyme: Duftender Wiesen-Wegerich
Botanischer Name: Plantago media
Gattung: Wegeriche
Familie: Wegerichgewächse
Höhe: ca. 10–40 cm
Blütezeit: Mai bis Oktober
Blüte: wohlriechend, rosa bis violettlich, dichte walzenförmige Ähren mit auffälligen weißen Staubbeuteln, oft eine deutliche Rosafärbung, je nach Standort
Frucht/Samen: Kapsel mit mehreren kleinen braunen Samen
Reifezeit: Juli bis September
Blatt: grundständig in Rosette, elliptisch bis eiförmig, weich behaart, 5–9 parallele Blattnerven
Wuchs/Gestalt: ausdauernde Rosettenpflanze mit aufrechten blattlosen Blütenstielen
Wurzel: kurze Pfahlwurzel mit Nebenwurzeln, nicht kriechend
Lebenszyklus: mehrjährig
Lebensraum, Standort: frische bis mäßig trockene, nährstoffarme Wiesen, Weiden, Säume, sonnig bis halbschattig
Natürliches
Vorkommen: Magerwiesen, Kalmagerrasen, Fettwiesen, Trockenrasen, Wegränder
Natürliches Verbreitungsgebiet: Europa bis Westasien
die Pflanze ist in Mitteleuropa heimisch
einige mitteleuropäische Länder, in denen die Pflanze als heimisch gilt: Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Polen
Naturgarten, Blumenwiesen, extensive Rasenflächen, Wildstaudenbeete
extrem pflegeleicht, schnittverträglich, keine Düngung nötig, ideal für extensive Flächen
Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Margarete (Leucanthemum vulgare), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
Herausragende Raupenfutterpflanze, über 70 ! Schmeterlingsarten legen regelmäßig raran ihre eier ab.
Wichtige Nektar- und Pollenpflanze für Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen, Käfer, Wanzen und andere Insektenarten.
Etliche Vogelarten fressen die Samen
Als Raupenfutterpflanze eine hohe Bedeutung: viele Scheckenfalter, viele Nachtfalterarten. Für Schmetterlinge als Nektarpflanze weniger attraktiv. Die Blüte ist für Wildbienen attraktiver.
Raupen folgender Arten nutzen den Wegerich (Beispiele): Roter Scheckenfalter, Wegerich-Scheckenfalter, Zweibrütiger Scheckenfalter, daneben auch viele Eulen, etliche Spanner und viele weitere Arten. Etliche stark auf Wegericharten spezialisiert.
Raupenarten: über 70 Raupenarten nutzen Wegeriche als Futterpflanze
Speziell für Wildbienen und Hummeln: hohe Bedeutung als Pollenquelle für viele Wildbienen
Wildbienenarten: gut 10 Wildbienenarten bisher beobachtet
Einige Wildbienenarten: Acker-Schmalbiene, Gemeine Sandbiene, Frühlings-Seidenbiene
Einige Hummelarten: Ackerhummel, Erdhummel, Wiesenhummel
Von Honigbienen gut besucht
junge Blätter essbar, mild bis leicht pilzartig Tipp: Blätter in dünne Streifen quer schneiden, da sie längsfaserig sind drei einfache Rezeptideen: junge Blätter roh, fein gehackt, im Wildkräutersalat gedünstete Blätter als Spinatersatz gehackte Blätter im Kräutertopfen (Quark)
Der Mittlerer Wegerich) hat eine ähnliche Heilwirkungen wie der bekanntere Spitzwegerich und wird in der traditionellen Volksheilkunde genutzt.
Husten und Atemwege
Die Blätter enthalten Schleimstoffe, Gerbstoffe und entzündungshemmende Inhaltsstoffe. Dadurch können sie gereizte Schleimhäute beruhigen und Husten lindern. Die Pflanze wird traditionell bei Reizhusten, Heiserkeit und leichten Entzündungen im Hals eingesetzt.
Anwendung:
Ein Tee aus frischen oder getrockneten Blättern.
Dafür 1–2 Teelöffel getrocknete Blätter mit etwa 250 ml heißem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Man kann davon zwei- bis dreimal täglich eine Tasse trinken.
Wunden und Hautprobleme: Frische Blätter wirken leicht antibakteriell, entzündungshemmend und können kleine Blutungen stillen. Deshalb wird der Wegerich traditionell als „Erste-Hilfe-Pflanze“ unterwegs verwendet.
Anwendung: Ein frisches Blatt zerquetschen oder zwischen den Fingern zerreiben und direkt auf kleine Wunden, Insektenstiche oder Brennnesselbläschen legen.
Verdauung: Die enthaltenen Gerbstoffe können bei leichtem Durchfall oder gereizter Darmschleimhaut helfen. Auch hier wird meist ein Tee aus den Blättern verwendet.
Entzündungen im Mund
Der Tee kann auch als Gurgellösung verwendet werden, zum Beispiel bei kleinen Entzündungen im Mund oder bei Zahnfleischreizungen.
Weitere traditionelle Anwendungen sind die Behandlung von Insektenstichen (gegen Juckreiz), leichten Hautentzündungen oder Sonnenbrand, indem man zerquetschte frische Blätter auf die betroffene Stelle legt.
durch Selbstaussaat Die Samen sind Lichtkeimer, benötigen also etwas offene Bodenstellen zum Keimen
Quellenangabe: Wikipedia; galasearch; naturaDB; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen Besonders Schmetterlinge – Michael Altmoos
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung. Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar. Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.
Alle Angaben zu Verwendung, Kulinarik oder vermuteter Heilwirkung gelten ohne Gewähr. Die Angaben dazu haben lediglich informativen Charakter und sollen den Leser keinesfalls zur Selbstmedikation anregen, sondern einen Überblick über den momentanen Wissensstand geben.
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