Deutscher Name: Filz-Rose, Falsche Filz-Rose
Botanisch: Rosa tomentosa
Familie: Rosengewächse
mehrjährig | sommergrün | duftend
Höhe: meist bis ca. 2 m
Blüte: weiß – hellrosa, regenfest
Blütezeit: Juni-Juli
Duft: ja
Hagebutten: leuchtend rot, rund, ab September, Stieldrüsen duften nach Harz
Dornen: ja, schlank und wenig gebogen
Wuchs: aufrecht, im Alter breit buschig, schöner Solitär, es werden keine Ausläufer gebildet
Lebensraum, Standort: sonnig – halbschattig, trockener – frischer Boden, kann mit Trockenheit gut umgehen, Beet, Blumenwiese, Hecken, sonnige Waldränder
Boden: gerne kalkhaltig, Lehm-, Lössböden, mehr oder weniger steinig. Gern in Gesellschaft mit Eichen, Kiefern, Hainbuchen. Steigt bis in Gebirgsregionen auf.
Vorkommen: Häufig in Mittel- und Südeuropa, in West-Europa seltener, fehlt im Norden Skandinaviens, gedeiht bis zu einer Höhenlage von 1400 Meter
Für Deutschland: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte, ferner Laub- und Tannenwäldern mittlerer Standorte
Für Österreich: In allen Bundesländern zerstreut bis selten. Gedeiht in lichten Gebüschen und Waldrändern bis zur obermontanen Stufe.
Anwendungen: Die Fruchtschalen der Hagebutten weisen einen hohen Gehalt an Vitamin C auf. Die Nüsschen der Hagebuttenfrüchte können auf der Haut zu starkem Juckreiz führen. Die Schale der Hagebutten eignet sich als Geschmacksverstärker bei Teemischungen. Die Fruchtschalen sollen einen positiven Effekt bei Entzündungen im Rachen zeigen.
Auch in der Volksmedizin wurde diese wegen des hohen Vitamin C-Gehalts zur Steigerung der Abwehrkräfte eingesetzt, da sie harntreibend und abführend wirken sollen. Durch die ätherischen Öle in den Blüten wirken diese zusammen mit den Früchten positiv auf Milz und Leber. Aus den Blättern kann herrlicher, fiebersenkender Tee gebrüht werden. Die Wurzeln der Pflanze wurden in der Volksmedizin bei Erkältungserkrankungen angewendet.
Die Pflanze stellt sich durch ihre stacheligen Triebe als idealer Brutplatz dar und dient zusätzlich als wertvolle vielseitige Nahrungsquelle. Verschiedenste Insekten werden durch den zuckerreichen Nektar angelockt. 25 verschiedene Vogelarten erfreuen sich an der Futterquelle genauso wie verschiedenste Wildbienen (mindestens 10 Arten) und mehr als hundert andere Insektenarten! Natürlich werden die Hagebutten auch von unseren wilden Säugetieren verzehrt, wie beispielsweise Mäuse im Garten und Dachsen, Rehwild, Wildschweinen etc. im Lebensbereich Wald und Umgebung.
Tipps & Wissenswertes:
Der Name Filz-Rose bezieht sich auf die feine Behaarung der Blätter (tomentosa = filzig). Die Rose ist sehr anpassungsfähig, braucht jedoch gerne ein/zwei Jahre um gut einzuwachsen. Ab September zieren rote Hagebutten die Pflanze. Sie ist ideal zum Verwildern geeignet, ist anspruchslos und robust.
