deutscher Name: Nickendes Leimkraut, Nachtduftendes Leimkraut
deutsche Synonyme: Gemeines Nickendes Leimkraut, Nick-Leimkraut
Botanischer Name: Silene nutans
Gattung: Leimkräuter
Familie: Nelkengewächse
Die Blüten öffnen sich erst abends oder bei trübem Wetter und duften stark
Nachtfalter werden angelockt, was wiederum Fledermäusen freut
Apartes Leimkraut für trockene, warme Lagen mit offenen Stellen
Höhe: ca. 30–60 cm
Blütezeit: Mai bis September
Blüte: meist weißlich, außen oft leicht rosafarben; nickend, tief geschlitzt mit fünf Kronblättern je in zwei schmale Lappen
Frucht/Samen: Frucht ist eine Kapselfrucht, Samen nierenförmig, warzig-stachelig
Reifezeit: Spätsommer bis Herbst
Blatt: untere Blätter spatel- bis lanzettlich, obere lanzettlich, weichhaarig
Wuchs/Gestalt: ausdauernde krautige Staude, aufrechter Stängel oft weichhaarig und drüsig-klebrig
Wurzel: starke Pfahlwurzel, nicht kriechend oder ausläuferbildend, selbstbegrenzend
mehr oder weniger trockene Magerrasen und magere Blumenwiesen, Felsfluren, lichte Waldränder, leicht halbschattig bis voll sonnig, trockene, warme, offenere Standorte
in Europa weit verbreitet (von Südeuropa bis Skandinavien) sowie weiten Teilen Asiens
gilt als heimisch in: Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Frankreich, Polen, Skandinavische Länder (Auswahl)
trockene Wiesen und Rasengesellschaften, Sandarien und Steingärten, Nachtfaltergarten, naturnahe Pflanzungen
Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Flockenblumen (Centaurea jacea, scabiosa, stoebe), Schafgarbe (Achillea millefolium), Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) – also typischerweise trockenheitsverträgliche, eher kalkliebende Arten
Das Leimkraut ist eine echte Nachtfalterblume! Nachtaktive Falterarten (die Arten variieren regional) werden vom großzügigem Nektarangebot gelockt. Die erklärt auch den abendlichen Duft – dieser soll massig Kundschaft anlocken.
Für einige Falterarten dient das Nickende Leimkraut auch als Raupenfutterpflanze.
Die Blüten öffnen sich erst abends oder bei trübem Wetter und duften stark, um nachtaktive Falter anzulocken (Nachtfalterblume)
Auch als Nektar- und Pollenquelle diverser Wildbienen- und Hummelarten.
Wildbienenarten Beispiele: z.B. Sandbiene (Andrena spp.), Maskenbiene (Hylaeus spp.) typischerweise auf trockenen Standorten (allgemeine Assoziation, keine Artliste in Hauptquellen)
Hummelarten Beispiele: Ackerhummel (Bombus pascuorum), Erdhummel (Bombus terrestris)
Daneben nutzen noch weitere Insektengruppen wie verschiedene Fliegen- und Käferarten die Blüten als Nahrungsquelle.
die jungen Blätter und Triebe sind essbar und zwar roh oder gekocht.
Hier ein paar Anregungen:
- junge Blätter im Salat mit Öl und Zitrone angemacht
- jungen Triebe kurz gedünstet als Beilage
- als Zugabe in einer Wildkräuterquiche
Die junge Pflanze enthält verschiedene Vitamine z.B. Vitamin C/A
Lichtkeimer (oberflächlich gesät), Winterkälte verbessert die Keimung, daher Herbst oder Wintersaat
Pflegetipps: sonniger Standort, durchlässiger, trockener bis mäßig nährstoffarmer Boden, wenig Konkurrenz, keine Staunässe; trockenheitsverträglich
Quellenangabe: Wikipedia Deutsch/Englisch; NaturaDB; InfoFlora; regionale Floradaten (siehe Zitate)
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
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