deutscher Name: Frühblühender Thymian
Synonyme: Früh-Thymian, Früher Quendel
Botanischer Name: Thymus praecox
Gattung: Thymian
Familie: Lippenblütler
Unterfamilie: Nepetoideae
zeichnet sich durch besonders frühe Blüte aus und ist daher ökologisch als erste Nahrungsquelle im Jahr bedeutsam
Höhe: ca. 3–10 cm (sehr vom Standort abhängig)
Blütezeit: April bis Juni
Blüte: rosa bis purpur, seltener weiß; kleine, lippenförmige Blüten in dichten, kopfigen bis kurzährigen Blütenständen, früh und meist reich blühend, stark aromatisch
Frucht/Samen: Klausenfrucht, zerfällt in vier Teilfrüchte (Nüsschen)
Reifezeit: Juni bis August
Blatt: klein, gegenständig, elliptisch bis spatelig, meist kahl bis schwach behaart, mit deutlichem aromatischem Duft, wird z.B. beim Begehen sofort freigesetzt
Wuchs/Gestalt: niederliegend bis kriechend, rasen- bis polsterbildend, oft dichte Teppiche bildend
Wurzel: flach bis mäßig tief, bildet kriechende, teils bewurzelnde Sprosse, nicht aggressiv wuchernd
Lebenszyklus: mehrjährig
Natürliche Ausbreitung: durch Samen und vegetativ durch kriechende Triebe (langsam)
Die Samen sind Lichtkeimer, ein Kältereiz ist nicht zwingend nötig
Lebensraum, Standort: trockene bis mäßig frische, sonnige, meist kalkarme bis mäßig kalkreiche
Standorte; Magerrasen, Felsfluren, Trockenhänge, lichte Kiefernwälder, Wegränder
Natürliches Vorkommen: in offenen, konkurrenzarmen Pflanzengesellschaften
Natürliches Verbreitungsgebiet: weite Teile Europas, besonders Mittel- Süd- und Osteuropa
einige mitteleuropäische Länder, in denen die Pflanze heimisch ist: Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien, Slowakei
Steingarten, Trockenrasen, Kräuterrasen, Mauerköpfe, extensive Dachbegrünung, naturnahe Flächen, Fugenbegrünung, niedriger Bodendecker für sonnige Lagen Pflegehinweise: sehr anspruchslos; bevorzugt durchlässige, magere Böden; volle Sonne; empfindlich gegenüber Staunässe; Rückschnitt nach der Blüte möglich zur Förderung der Polsterbildung passende Stauden als Kombination: Heide-Nelke (Dianthus deltoides), Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana), Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), Diverse Mauerpfeffer (Sedum-Arten)
sehr wichtige frühe Nektar- und Pollenquelle für zahlreiche Insektenarten, besonders in mageren Lebensräumen
Über 35 Wildbienenarten
Z.B. Gewöhnliche Löcherbiene, Gelbbindige Furchenbiene, Frühlings-Seidenbiene, Rotpelzige, Sandbiene div. Arten.
Etliche Hummelarten wie die Ackerhummel, Steinhummel, Wiesenhummel, Gartenhummel.
Sehr gute, frühe Nektarquelle auch für Honigbienen
Für Schmetterlinge eine wichtige Nektarpflanze die stark und ständig beflogen wird, wie von Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Aurorafalter, verschiedene Bläulinge
Raupenfutterpflanze: Einige hochspezialisierte Schmetterlingsarten wie Thymian-Bläulinge legen daran die Eier ab. Insgesamt etwa 15 Schmetterlingsartenarten nutzen den Thymian als Raupenfutterpflanze.
Auch für Schwebfliegen, Käfer, und Ameisen äußerst interessant und gut besucht.
ähnlich wie Echter Thymian verwendbar, jedoch milder und seltener genutzt einfache Rezeptideen: Frühlingskräuter-Quark mit frischem Thymian Ofengemüse mit Früh-Thymian und Olivenöl Thymiantee aus frischen Trieben; nicht zu lange ziehen lassen, der Geschmack ist sehr intensiv
ähnlich anderen Thymianarten bei Erkältung und Verdauungsbeschwerden. Hervorragende Pflanze als Aufguss zum Inhalieren. Gesundheitlich relevante Inhaltsstoffe: ätherische Öle (Thymol, Carvacrol), Flavonoide, Gerbstoffe. Eine herausragende Eigenschaft von Thymian im dampfförmigen Zustand ist, dass Diffundieren durch Lungenbläschen, wodurch eine Dezimierung von Viren und Bakterien möglich ist. Die Wirkung von Thymian ist antiviral, antibakteriell, schleimlösend und krampflösend.
Quellenangabe: Wikipedia; naturaDB; Info Flora; Flora Austria; GalaSearch; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
Hinweis zu medizinischen Inhalten und Wirkungsweisen:
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