Deutsch: Gewöhnlicher Natternkopf
Botanisch: Echium vulgare
Familie: Raublattgewächse, Borraginaceae
Zweijährige Pionierpflanze
Höhe: 30 – 120 cm
Blüte: 5 – 10, remontiert nach Rückschnitt gerne
Blütenfarbe: blau
Nektar-Pollenwert
Nektar 3 Pollen 2
Lebensraum: sonnig, Schutt- und Schotterflächen, Bahndämme, Wegeränder
Boden: Boden gerne lehmig, steinig, eher nährstoffreich, trocken
Verbreitung: weit verbreitet, gebietsweise häufig
heimisch
Ein unglaublicher Bienen- und Inektenmagnet!
Bienen: die Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca)ist auf das Vorhandensein von Natternkopf vor, der Larvenproviant besteht ausschließlich aus dem Pollen des Natternkopfes
Hummel: sehr wertvoll für Hummeln, sowohl Pollen als auch Nektar
Schmetterling: Schmetterlingsfutterpflanze: Messingeule, Weiße Tigermotte, Russischer Bär
Lichtkeimer, Kaltkeimer als auch Warmkeimer
Natternkopf sit ein Lichtkeimer. Saatgut nur hauchdünn oder nicht abdecken. Gut andrücken. Natternkopf braucht eine Kühlphase von einigen Wochen. Die Keimung findet aber erst bei längerer Wärmeperiode statt. Meist ab 20 Grad, also in der Regel nicht vor Mai – Juni.
Der einfachste Weg, Kaltleimer zur Keimung zu bringen, ist es, die Aussaat in Aussaatkistchen über den Winter im Freiland zu belassen. Der natürliche Winterverlauf mit Niederschlag auch in Form von Schnee ist ideal zum Abbau der keimhemmenden Stoffe im Samenkorn.
Die Aussaat von Kaltkeimern erfolgt also idealerweise ab dem späten Herbst bis in die Monate Jänner, Februar hinein im Freiland, im einem kalten Kasten oder auch im Kalthaus.
Tipps & Wissenswertes:
Der Name Natternkopf bezieht sich auf die Blüte, die wie ein offenes Maul wirkt, mit einem gespaltenen, also an eine Schlangenzunge erinnernden Griffel.
Die recht schweren Samenkörner können auf sonnigen Schotter- und Kiesflächen ausgestreut werden. Sie keimen zuverlässig, bilden im ersten Jahr eine Blattrosette und blühen im 2. Jahr und entfachen ein wunderbares Blüten-Schauspiel.
Mit den Samen einer einzelnen Pflanze können große Ödflächen in kürzester Zeit in herrliche Insektenweiden werden. Für Guerilla-gardening prädestiniert. Wem der recht passable Ausbreitungsdrang zu viel wird, kann Blütenstände vor der Samenreife entfernen. Diese zurückgeschnittenen Blüten blühen meist recht gut nach und verlängern so die Blütezeit. Allerdings werden auch wieder viele Samen produziert.
Natternköpfe sind ja zweijährig und sterben nach der Samenreife ab. Ich lasse die abgestorbenen Pflanzen immer bis zum nächsten Frühjahr stehen, weil sich darin viele Insekten über den Winter aufhalten. Die tiefe Pfahlwurzel bringt außerdem Luft in schwere Lehmböden.
Natternkopf – Häufige Fragen
abmagern kann man machen, ist meist recht viel Arbeit und bringt erst was, bei mind. 50 Liter/m2.
Kannst einfach etwa 3 -5 cm Sand oder feinen Schotter (der geht nicht so nach wie Sand) über die Fläche ziehen und da drauf ansäen – Erde ist dann drunter. Es muss ein Sand mit Null-Anteil sein.
Etwa Putzsand 0/4 oder Bruchschotter 0/12. Kann ruhig etwas Steinanteil drin sein. Das mögen Natternkopf und Salbei sehr.
Direkt da drauf säen und fest andrücken, fertig.
VT: Weniger Beikrautkeimung, weil der Mutterboden bedeckt ist und kein Licht drauf fällt;)








