Humulus lupulus ‘Hallertauer Tradition’ – Top-Hopfensorte, Fruchtform, Zuchtsorte
€23,90 Ursprünglicher Preis war: €23,90€21,51Aktueller Preis ist: €21,51.
erstklassige, robuste Kultursorte mit langer Tradition
1 Liter Topf, kräftige Pflanzen
da Hopfen rasch wächst, schwankt auch die Höhe der gelieferten Pflanzen jahreszeitlich stark
Vorrätig
Deutscher Name: Hopfen
Sorte: Hallertauer Tradition | weibliche Kultursorte
Botanisch: Humulus lupulus
Familie: Hanfgewächse
Heilpflanze | mehrjährig
Höhe: ca. 2,5 – 6 (8) m
Blüte: grünlich
Blütezeit: Juni-September
Hallertauer Tradition: Eine erstklassige Kultursorte ausgezeichnet durch ein besonders mildes, beinahe süß anmutendes Aroma.
Weniger bekannt ist allerdings die hervorragende Garteneignung von Kulturhopfen als Gartenpflanze. Der wilde Hopfen kann entgleiten aufgrund seiner teils heftigen Ausläuferbildung. Aber Kultursorten sind wesentlich moderater.
Wuchs: Nimmt man den Hopfen im Frühjahr einige seiner oft zahlreichen Triebe, so klettert er mehr in die Höhe. Belässt man alle erscheinenden Triebe, so verteilt sich die Wuchskraft auf die vielen Triebe und es bilden sich eher breit lagernde Strukturen. Je weniger Triebe, umso höher kann der Hopfen also klettern. Aber Hopfen eignet sich auch gut zum Überwachsenlassen verschiedenster Strukturen. Vom Gitter über Stäbe oder an Seilen. Überall bereitet es ihm Spaß, sich emporzuschwingen.
Übrigens – unser Hopfen ist eine mehrjährige Staude: Das heißt, nicht erschrecken, wenn die Hopfenpflanze im Herbst völlig eintrocknet. Alle oberiridischen Triebe sterben ab. Aber im kommenden Frühjahr treibt der Hopfen erneut mit schier unbändiger Wuchsfreude aus.
So steuerst du den Wuchs deines Hopfens!
1.) Mein Hopfen soll soll in die Höhe wachsen: Belasse nur die 3 bis 4 kräftigsten Triebe. Führe sie anfangs im Uhrzeigersinn an deine Kletterhilfe. ALLE anderen Bodentriebe werden direkt über dem Boden entfernt. Die Pflanze kann ihre gesamte Wuchskraft in die wenigen verbleibenden Triebe stecken.
2.) Mein Hopfen soll eher strauchartig wachsen: Belasse alle oder sehr viele Triebe. Die Energie der Wurzel teilt sich nun quasi auf alle Triebe auf. Ergebnis ist nun ein buschiger und dichterer Wuchs – also auch in die Breite. Ideal wenn du Sichtschutz haben willst.
3.) Das richtig geniale daran: Du kannst jedes Jahr anders entscheiden, wie dein Hopfen wachsen soll
Wieso nun eine Sorte und kein Wilder Hopfen im Garten? Wilder Hopfen bildet einen massiges, holzigen und tiefsitzenden Wurzelstock. Dieses “Rhizom” dient als mächtiger Nährstoffspeicher. Außerdem bildet dieser Wurzelstock lange, unterirdische Kriechtriebe in ALLE Richtungen. Aus diesen treiben völlig wahllos im Garten erneut Hopfentriebe. Oberflächliches abzuschneiden oder herauszureißen bewirkt gar nichts, er treibt er sofort wieder aus. Aus jedem winzigen Wurzelstock vermag der Hopfen wieder auszutreiben.
Aufgrund seiner unbändigen Ausbreitungsfreude ist Wilder Hopfen sehr bedingt für den Garten geegnet. Auch solide Wurzelsperren (Rhizomsperre) halten ihn meistens nicht lange in Zaum. Allenfalls in großen Gefäßen kann er gezähmt werden.
Lebensraum, Standort: Hopfen schätzt stickstoffreiche Standorte mit höherer Bodenfeuchte, zum Beispiel in Auwäldern. Er wächst aber auch an Waldrändern und in Gebüschen auf trockeneren Böden. Oft in Hecken, an Zäunen und an Waldrändern zu finden. Auf trockeneren Böden bleibt der Wuchs schwächer und die Wuchshöhe niedriger
Vorkommen: Evolutionär liegt die Wiege der gesamten Hopfen-Gattung im ostasiatischen Raum (im heutigen China). Von dort aus wanderte die Pflanze jedoch schon vor rund einer Million Jahren eigenständig nach Westen und breitete sich weit vor der Entstehung der menschlichen Zivilisation in Europa aus
Volksmedizin: Die sogenannten Hopfenzapfen haben eine schmerzstillende, beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Beim Genuss großer Biermengen kommen eben jene Eigenschaften voll zur Geltung – schon probiert???
Hopfentee wirkt bei Magen- und Darmkrämpfen entspannend und beruhigend.
Hopfen ist als Raupenfutterpflanze für etliche Schmetterlingsarten interessant: z.B: Hopfen-Zünslereule, Hopfen-Schnabeleule sind zwei Schmetterlingsarten, die den Hopfen als wichtige Raupennahrungspflanze nutzen.
Hopfenblüten werden von Insekten genutzt, allerdings mit Einschränkung! Hopfen ist als Windbestäuber nicht auf Insekten angewiesen und lockt diese folglich auch nicht mit Nektar oder auffälligen Blüten.
Zwar produziert Männlicher Hopfen große Mengen Pollen. Aber alle Zuchtformen sind weibliche Pflanzen. Dies trifft also nur für die Wilde Form des Hopfens zu. Der produzierte Pollen wird tatsächlich von Bienen, Schwebfliegen und anderen pollenfressenden Insekten gesammelt bzw. genutzt. Als Bienenweide ist Hopfen von untergeordneter Bedeutung.
Der Weiblicher Hopfen – und damit ALLE ZUCHTFORMEN – bildet die bekannten zapfenartigen Blütenstände, meist als Hopfendolde oder Hopfenzapfen bezeichnet. Sie bietet keinen Nektar an, ist also für bestäubende Insekten nicht relevant.
Die jungen Hopfensprosse eignen sich als Delikatesse mit feinem harzigen Geschmack sehr gut, wenn sie kurz gekocht werden, entweder im Dampf (bei den noch sehr zarten) oder in Salzwasser (2–4 Minuten).
Junge Triebspitzen können roh oder wie Spargel gekocht gegessen werden. Die weiblichen Fruchtstände werden zur Bierherstellung benutzt. Der Bitterstoff (Lupulin) verleiht dem Bier seinen typisch bitteren Geschmack und erhöht seine Haltbarkeit.
Tipps & Wissenswertes:
Hopfengetränke sind vielfältig einsetzbar. In der Psychologie etwa ist die stark verbindende Eigenschaft des Hopfens bekannt: Fremde, sich nicht bekannte Menschen verlieren nach Genuss schnell Hemmungen, werfen Vorurteile über Bord und singen gemeinsam (nicht immer ganz melodiefest) die schönsten Lieder.
Menschen können sich mit aus Hopfen gebrauten Getränken auch so richtig die Festplatte löschen.
Hopfen ist extrem robust. Wilder Hopfen wird oft gefürchtet ob seiner Wucherstärke. Kultursorten verhalten sich da deutlich kultivierter.
Beim Hopfen gibt es sowohl männliche als auch weibliche Individuen.
Männliche und weibliche Blüten sind unscheinbare, grünliche Rispen. Doch nur die weibliche Pflanzen werden verwendet und entwickeln die typischen Hopfenzapfen. Diese werden aufgrund ihrer harzigen Bitterstoffe als Aroma und Konservierungsmittel seit dem frühen Mittelalter dem Bier beigemischt. Schon damals wusste man um die konservierende und antibakterielle Wirkung des Hopfens.
Echter Hopfen wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2007 gekürt. Im späten Mittelalter wurde in Norddeutschland verbreitet Hopfen angebaut.
Heute wird Hopfen in vielen Ländern mit gemäßigtem Klima in groß angelegten Hopfengärten an hohen Stangen oder Drähten kultiviert. Der Wurzelstock kann bis zu 50 Jahre alt werden. Bei den Zuchtsorten werden die Hopfenpflanzungen jedoch durchschnittlich nach 15 -20 Jahre gerodet, da dann die Erträge sinken.
| Gewicht | 0,3 kg |
|---|---|
| Farbe | Grau, Weiß |
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