Deutscher Name: Sumpffarn
Synonyme: Sumpf-Thelypteris, Gemeiner Sumpffarn
Botanischer Name: Thelypteris palustris
Gattung: Sumpffarne
Familie: Sumpffarngewächse
Höhe: ca. 30–60 (80) cm
Blütezeit: keine Blüte, Farne bilden keine Blüten! Jedoch Sporenreife von Juli bis September, bildet auf der Blattunterseite runde, zunächst hellbraune, später dunkle Sporenlager (Sori)
Blatt: sommergrün; doppelt gefiederte, länglich-lanzettliche Wedel, hellgrün; Fiederblättchen schmal, weich
Wuchs/Gestalt: lockere, oft größere Bestände bildend; Wedel aufrecht bis bogig überhängend
Wurzel: kriechendes, weit verzweigtes Rhizom; bildet durch Ausläufer mit den Jahren größere Kolonien
Boden: bevorzugt nasse, saure bis schwach saure, torfige Böden; als kalkfliehende oder kalkmeidende Pflanze verläuft die Entwicklung auf kalkhaltigen Böden nicht ideal. Nicht für trockene bzw. normale Gartenböden geeignet
Wassertiefe: bei Teichen besser am feucht-nassen Teichrand, weniger direkt im Wasser setzen
Schnecken: schneckenresistent
Lichtverhältnisse: halbschattig bis licht schattig, toleriert bei ausreichend Bodenfeuchtigkeit auch sonnigere Standorte
nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Moore, Sümpfe, Bruch- und Auwälder;
Natürliches Vorkommen: in Flachmooren, Zwischenmooren, Moorwäldern und an Ufern stehender Gewässer
Natürliches Verbreitungsgebiet: gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel in Europa, Asien und Nordamerika
in Mitteleuropa heimisch: ja, mittlerweile vielerorts stark gefährdet durch den Rückgang geeigneter Lebensräume wie Entwässerung etc.
einige mitteleuropäische Länder, in denen der Sumpffarn als heimisch gilt: Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien
ideal für naturnahe Feuchtbeete, Teichränder, Sumpfstellen und feuchte Senken. Auch sehr schön in Wasserschalen oder zur Bepflanzung alter, ausgedienter Badewannen
bietet Deckung und Feuchtigkeitsschutz für Amphibien (Frösche, Kröten, Molche und deren Larven, zahlreiche Insekten wie Mücken, Käfer sowie Spinnen und Schnecken
Für Wildbienen und Hummeln keine Bedeutung als Nahrungsquelle, da Farne blütenlos sind und somit keinen Nektar und Pollen produzieren
Hinweis: In naturnahen oder Naturgärten wird auf die Verwendung von Torf oder torfhaltigen Substraten verzichtet. Der Sumpffarn benötigt auch nicht zwingend Torf, jedoch funktioniert er nur auf nicht kalkhaltigen Böden zufriedenstellend
Dazu passende Stauden: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
Natürliche Ausbreitung: Ausbreitung im Garten hauptsächlich durch das kriechende Rhizom, auch durch Sporen, allerdings eher am Naturstandort, die Sporen keimen bei ausreichender Feuchtigkeit
Pflegetipps: dauerhaft nasser, locker-humoser Boden; keine Austrocknung; möglichst kalkarm; abgestorbene Wedel können im Frühjahr entfernt werden, allerdings diese Arbeiten möglichst spät erledigen, um Schutz suchenden Tieren nach dem Winter nicht zu schaden. Wedel können auch belassen werden. Am zusagenden Standort so gut wie keine Pflege nötig.
Wissenswertes: typischer Mooranzeiger; kann durch Entwässerung von Mooren stark zurückgehen; bildet oft großflächige, charakteristische Farnbestände in intakten Niedermooren
Quellenangabe: Wikipedia; GalaSearch; naturaDB; Info Flora; Flora Austria; Enzyklopädie Heimische Wildpflanzen
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